Sicherheit im Strassenverkehr

 

Die Autobahn das unbekannte Wesen

 

Autobahnen und Autostrassen sind Schnellstrassen mit zum Teil eigenen Gesetzen. Falsches Verhalten der Fahrzeugführer kann fatale Folgen haben. Infolge der hohen Geschwindigkeiten und der kurzen Reaktionszeiten wirken sich Unfälle dramatischer aus, als auf den "normalen" Strassen. Was kann der Automobilist tun, um seine und die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer zu erhöhen? Nachstehend einige Regeln zum richtigen Verhalten auf Autobahnen und Autostrassen.

Autobahneinfahrt:

Der Einfahrende hat keinen Vortritt! Wenn er keine Lücke findet, soll er ausnahmsweise auf dem Pannenstreifen weiterfahren, bis er gefahrlos auf die Autobahn einfahren kann.Nur im äussersten Notfall (kein Pannenstreifen vorhanden oder Pannenstreifen besetzt) darf er am Ende des Beschleunigungsstreifens halten.Wenn Sie auf der Autobahn fahren, wechseln Sie bei Einfahrten nicht jedes Mal auf die Überholspur, wenn ein anderer Automobilist auf die Autobahn einfahren will. Jeder Spurwechsel ist ein Risiko und sollte deshalb nur in Ausnahmefällen und nur mit grösster Vorsicht und auf eigene Verantwortung unternommen werden.

Autobahnausfahrt

Stehen Sie beim Verlassen der Autobahn erst auf dem Verzögerungsstreifen auf die Bremse. Bremsen Sie auf freier Strecke nur im Notfall; wenn Sie mit Weitblick fahren, genügt es in der Regel, wenn Sie zum Abbremsen einfach den Fuss vom Gaspedal nehmen. Abstand halten Wie gross muss der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sein? Die Regel ist: Halber Tacho. Die Schwierigkeit bei dieser Regel ist jedoch, dass das richtige Abschätzen der Distanzen sehr problematisch ist (Abstände der Randstreifenpfosten am rechten Strassenrand sind 50 m; Leitlinien von Strich zu Strich sind 15 m). Besser: 2 Sekunden-Abstand.Auf den Autobahnen ist es empfehlenswert, infolge höherer Geschwindigkeiten einen noch grösseren Abstand einzuhalten.

 

Autobahnbaustelle

 

In Autobahn-Baustellen ist besondere Vorsicht angebracht, unbedingt die Geschwindigkeit anpassen, lieber etwas langsamer. In den Engstellen sollte der gesunde Menschenverstand eigentlich das überholen verbieten, da in den meisten Baustellen Spurrinnen vorhanden sind ist das gerade halten eines Hängerzuges nicht so einfach, schwenker sind vorprogramiert und die Lenker der schweren Brummis können so gut wie gar nichts dagegen unternehmen.

Also Liebe PW- und vorallem Kleinbuss-Lenker, lieber versetzt fahren als verletzt werden....

th,13.07.2002

Autobahnstau

Beim Erkennen eines Staus sollte aus Sicherheitsgründen die Warnblinkanlage eingeschaltet werden. Damit werden die nachfolgenden Fahrzeuglenker auf die Gefahr aufmerksam gemacht.Bei einem Stau auf der Autobahn gilt ebenfalls: Gasse bilden und beibehalten. Die Gasse ist auch dann beizubehalten, wenn sich die Fahrzeugkolonnen meterweise vorwärts bewegen.

Verhalten bei Autobahnunfällen

Nach einem Unfall auf der Autobahn ist unbedingt nach den folgenden drei Punkten vorzugehen:

1. Sichern Noch fahrbare Fahrzeuge sofort auf den Pannenstreifen oder in Ausstellnische stellen. Warnblinkanlage einschalten. Pannendreieck aufstellen. Nachfolgende Fahrzeuge warnen.
2. Retten Ein Pfeil auf den Randleitpfosten zeigt den kürzesten Weg zur nächsten Notrufsäule. Polizei über Notrufsäule alarmieren. Angaben über: Wer? Was? Wo? Wann? Wie viele? Erste Hilfe leisten.
3. Gasse bilden und beibehalten Für Rettungsfahrzeuge (Polizei, Sanität, Feuerwehr, Abschleppfahrzeuge usw.) eine Gasse bilden und beibehalten. Auf der Unfallstelle nicht anhalten, wenn Polizei und Sanität anwesend sind.

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Am Steuer Hände weg vom Handy (CH)

Telefonieren während des Fahrens ist ein Sicherheitsrisiko und ohne Freisprechanlage zudem verboten. Zahlreiche Studien belegen, dass die Benützung des Handys oder eines Funkgerätes oftmals Unfallursache ist. Auch Freisprechanlagen sind problematisch. Das Schweizerische Strassenverkehrsgesetz (SVG) schreibt vor, dass Fahrzeugführer keine Handlungen vornehmen dürfen, die die Kontrolle über das Fahrzeug und dessen Handhabung beeinträchtigen. Die entsprechende Verordnung präzisiert wörtlich: "Der Fahrzeugführer hat dafür zu sorgen, dass seine Aufmerksamkeit weder durch Radio noch andere Tonwiedergabegeräte beeinträchtigt wird." Wer während des Fahrens mit einem Handy oder Funkgerät am Ohr von der Polizei erwischt wird, hat mit einer Busse von 100 Franken zu rechnen. Die Gerichte haben bereits mehrmals das Telefonieren während des Fahrens als deutliche Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit qualifiziert. In Studien wurde mehrfach belegt, dass die Benützung eines Handys oder Funkgerätes die Reaktionszeiten erheblich verlängert, das Fahrverhalten negativ beeinflusst und die Orientierung im Verkehr erschwert. Der Fahrer konzentriert sich in der Regel mehr auf das Gespräch als auf das Verkehrsgeschehen. Das Telefonieren während der Fahrt stellt ein erhebliches Unfallrisiko dar - auch mit Freisprechanlagen. Zum Telefonieren sollte deshalb ausserhalb der Fahrbahn ein Halt gemacht werden, denn:

Wer fährt, telefoniert nicht - wer telefoniert, fährt nicht!

Quellennachweis:Schweizerische
Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu

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Sicherheitsverhalten im Strassentunnel

Alljährlich fahren Millionen von in- und ausländischen Automobilisten durch unsere Strassentunnel. Insbesondere nach den verheerenden Brandunfällen in Frankreich und Österreich haben jedoch viele Angst bei Tunneldurchfahrten; dies oft trotz der Beteuerungen der Verantwortlichen, unsere Tunnel seien sicher. Jeder Einzelne leistet mit seinem korrekten Verhalten einen wesentlichen Beitrag für seine eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer.

10 Tipps für das richtige Fahren im Tunnel:

Fahren Sie nur ausgeruht durch den Tunnel

Kontrollieren Sie rechtzeitig vor der Einfahrt die Benzinanzeige

Schalten Sie das Radio ein (Schilder informieren Sie über die richtige Frequenz)

Schalten Sie das Abblendlicht ein

Halten Sie mindestens 2 Sekunden Abstand zum vorderen Fahrzeug

Fahren Sie mit der signalisierten Höchstgeschwindigkeit, sofern die Verkehrsverhältnisse dies zulassen

Überholen Sie nie im Tunnel, wenn in Ihrer Fahrtrichtung nur ein Fahrstreifen besteht

Das Wenden ist verboten

Verzichten Sie auf das Rauchen

Halten Sie nur in absoluten Notfällen an

Verhalten bei Stausituationen:

Warnblinker einschalten

Keine brüsken Bremsmanöver

An rechten Fahrbahnrand heranfahren

Bei mehrstreifigen Tunnels Gasse für Rettungsfahrzeuge bilden

Auf keinen Fall rückwärts fahren

Motor abstellen (Abgase)

Weisungen der Polizei über Radio beachten

Verhalten bei Pannen und Unfällen

Warnblinker einschalten

Wenn möglich in Ausstellnische fahren, auch bei defekten Reifen. Andernfalls am rechten Fahrbahnrand anhalten und Sicherheitsabstand beibehalten

Auf keinen Fall rückwärts fahren

Motor abstellen (Abgase)

Bei blockierten Fahrstreifen ausserhalb der Fahrbahn dem Verkehr entgegen laufen und Pannensignal auf- und abschwenken

Notrufsäulen nutzen (nur eine Person verlässt das Fahrzeug). Sprechen Sie laut und deutlich

Wenn nötig: Erste Hilfe leisten

Quellennachweis: "Sicherheitsverhalten im Gotthardtunnel",
Verkehrspolizei Uri, Polizia Stradale Ticino;
Kantonspolizei Bern

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Fatales Blackout am Steuer, Sekundenschlaf

Der Sekundenschlaf oder sogenannte Laps überrascht den Fahrer nicht ohne Vorwarnung. Schläfrigkeit kündigt sich an mit Gähnen, Augenbrennen, unregelmässiger Fahrweise, zufallenden Augenlidern oder anderen Symptomen. Diese Anzeichen der Übermüdung nimmt der Fahrer wahr und er darf sie nicht bagatellisieren. Sekundenschlaf kann bei normaler Übermüdung auftreten, verursacht durch Schlafmangel, Monotonie, verbrauchte Luft, Alkohol- oder Medikamentenkonsum. Möglich ist auch eine Atemstörung während des normalen Schlafens, die zu einer extremen Tagesmüdigkeit führen kann. Der Sekundenschlaf ist eine spezielle Form des Einschlafens am Steuer. Der Fahrzeuglenker hat die Augen dabei offen, schläft zwar nicht richtig, ist aber auch nicht mehr wach. Das Fahrzeug ist in diesem Moment führerlos, da der Fahrer handlungsunfähig ist und nicht verarbeiten kann, was er sieht. Fährt man mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h, so legt man während dieser Sekunde Schlaf 28 Meter blind und reaktionslos zurück.

Der Sekundenschlaf kündigt sich an, Anzeichen für den Sekundenschlaf können sein, wenn das Fahrzeug gefährlich nah am Mittelstreifen oder Fahrbahnrand ist und abrupt korrigiert werden muss. Weitere Symptome sind Gähnen, mangelnde Konzentration, unfreiwillige Reduktion der Geschwindigkeit, usw.. Einem einmal aufgetretenen Sekundenschlaf folgen weitere und zwar in immer kürzeren Abständen.

Tipps gegen das Einnicken:

Bei längeren Fahrten mindestens alle 90 Minuten eine kleine Pause einschalten.

Sich nur ausgeruht hinter das Lenkrad setzen.

Das Fahrzeug verlassen, sich bewegen und in frischer Luft tief durchatmen.

Vermehrte Konzentration bei Nachtfahrten.

Bei monotonen Fahrten für Abwechslung sorgen: Mit dem Beifahrer sprechen, bewusst den Verkehr auch im Rückspiegel) und die Landschaft wahrnehmen, bewusst die Armaturen beobachten.

Aufrecht sitzen, nicht zu nahe beim Lenkrad (Handgelenke bei gestreckten Armen auf der Oberkante des Lenkrades), Kopfstütze richtig einstellen (darf den Kopf nicht berühren).

Für eine gute Belüftung im Wageninneren sorgen, nicht rauchen. Sauerstoffmangel fördert das Einschlafen. Nicht zu warme Führerkabine.

Vor der Fahrt keine üppigen Mahlzeiten zu sich nehmen. Verzicht auf Medikamente oder deren Einnahme nur nach Rücksprache mit dem Arzt.

Bei ersten Anzeichen von Schläfrigkeit sofort anhalten. Übermüdung lässt sich während der Fahrt nicht heben.

Das Einnicken am Steuer stellt gemäss einem neuen Bundesgerichtsentscheid (Urteil vom 30. März 2000, BGE 126 II 206) eine schwere Verletzung der Verkehrsregeln dar und führt zu einem obligatorischen Entzug des Führerausweises.

Quellennachweis: bfu

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"Club weisser Elefant, - Chauffeure mit Herz"

Der Club weisser Elefant, erst kürzlich ins Leben gerufen, vereinigt in seinen Reihen bewährte Chauffeure, die sich durch besonders vorbildliches Fahren, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und Kundendienst auszeichnen und sich auch weiterhin dazu verpflichten. Ein Reglement regelt die strengen Zulassungsbestimmungen. Nebst Auszeichnungen in Form von Kleber und Anstecknadel profitieren die Clubmitglieder von exklusiven attraktiven Veranstaltungen und der Verlosung von wertvollen Preisen. Diese Aktion steht unter dem Patronat von Nationalrat Walter Frey. In der ASTAG-Unfallverhütungsagenda findet der Fahrer auch nützliche Tips, wie sich ein vorbildlicher Chauffeur verhält. Beispielsweise nimmt er besonders Rücksicht auf Kinder. Kandidaten anmelden kann nur der Arbeitgeber.
Interessierte erhalten bei der ASTAG nähere Unterlagen

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Motorfahrzeuglenkerinnen und -lenker sollen auch am Tag mit Abblendlicht fahren. Um das Verständnis für diese Massnahme zu wecken, muss die Bevölkerung erfahren, dass «Fahren mit Licht am Tag» mit «gesehen werden» zu tun hat, und dass mit der Umsetzung von »Fahren mit Licht am Tag» das Unfallgeschehen positiv beeinflusst werden kann. Mit einer mehrjährigen Kampagne sollen Lenkerinnen und Lenker entsprechend beeinflusst werden. Das konkrete Ziel besteht darin, innerhalb von drei Jahren die Lichteinschaltquote am Tag bei Motorfahrzeugen von 6% auf 60 bis 80% zu erhöhen. Mittel- bis langfristig wird zudem eine technische Lösung (automatisches Lichteinschalten) für «Fahren mit Licht am Tag» seitens der Autoindustrie angestrebt.
 

 

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